Standort- und Technologiebericht 2008 im Oö. Landtag präsentiert |
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LR Sigl: "Standort- und Technologiebericht zeigt, dass die oö. Wirtschaftspolitik gut vorgesorgt hat. Jetzt ist es erforderlich, den Kurs zu halten und die Standort- und Innovationspolitik mit aller Kraft zu verstärken um die Krise bestmöglich zu meistern!“
Oberösterreich hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zum führenden Industrie-, Export- und Technologiebundesland entwickelt, gibt Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl bekannt. Diese Position konnte in den vergangenen Jahren mit überdurchschnittlich hohen Wirtschaftswachstumsraten, verbunden mit sehr guten Arbeitsmarktdaten, weiter gefestigt werden. Dies zeigen die Zahlen und Fakten des im gestrigen Oö. Landtag (9. Juli 2009) verabschiedeten Standort- und Technologieberichts für Oberösterreich 2008. Von der TMG erstellt, liefert er einen umfassenden Überblick zur Entwicklung und zum Status Quo des Wirtschafts-, Innovations- und Technologiestandortes OÖ. Dabei wurden volkswirtschaftliche Kennzahlen zum Niveau, der Dynamik und zur Struktur der oö. Wirtschaft und der oö. FTI-Aktivitäten im nationalen und internationalen Vergleich analysiert. Der Bericht kann unter (+43 732) 798 10-0 angefordert werden. Eine Kurzfassung ist unter http://www.tmg.at/ abrufbar.
Der aktuelle Standort- und Technologiebericht OÖ 2008 bezieht sich auf Daten, die aus dem Jahr 2008 und früher stammen. Daher sind die Auswirkungen der gegenwärtigen Krise aus dem Bericht nicht ablesbar. Dennoch gilt er als Wegweiser für den Wirtschafts- und Innovationsstandort OÖ und gibt Antworten auf die wichtigsten volkswirtschaftlichen Fragestellungen. Die herausragendsten Ergebnisse sind folgende:
OÖ ist führendes Industrie- und Exportbundesland Oberösterreich ist nun schon seit Jahrzehnten das führende Industrie- und Exportbundesland Österreichs und konnte diese Position im Berichtszeitraum absichern beziehungsweise leicht ausbauen. Rund ein Viertel der Sachgüterproduktion Österreichs werden in Oberösterreich erzeugt. Der Anteil Oberösterreichs bei den Exporten des produzierenden Bereichs konnte 2007 erneut gesteigert werden und hat mit 27,8 Prozent eine neue Rekordmarke erreicht.
OÖ beim Bruttoregionalprodukt (BRP) nach Wien an zweiter Stelle Im nationalen Vergleich nimmt OÖ gemessen an der Wirtschaftskraft mit einem Bruttoregionalprodukt von EUR 42,6 Mrd. (2006) nach Wien (EUR 68,7 Mrd.) die zweite Position ein. Im internationalen Vergleich hat sich Oberösterreich bezüglich der Wirtschaftskraft je Einwohner/innen von Rang 61 (im Jahr 2003) auf Rang 49 (im Jahr 2006) von insgesamt 271 EU-Regionen verbessert.
OÖ führend bei Arbeitsmarktdaten In den Jahren 2000 bis 2008 wurden in Oberösterreich 73.734 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Das entspricht einem Plus von 13,9 Prozent. Damit trug Oberösterreich mit 25,8 Prozent zum gesamtösterreichischen Wachstum von insgesamt 286.177 Arbeitsplätzen bei. Die Arbeitslosenquote war auch 2008 mit 3,5 Prozent die niedrigste unter allen Bundesländern (Österreich-Durchschnitt: 5,8 Prozent).
Oö. Unternehmen sind die Forschungsmotoren; Bundesanteil gering 80,5 Prozent der F&E-Ausgaben in OÖ werden von heimischen Unternehmen finanziert. Der Bundesdurchschnitt liegt vergleichsweise bei 48,4 Prozent. Nach wie vor gering ist der Finanzierungsanteil des Bundes mit 8,9 Prozent (Österreich-Durchschnitt: 24,0 Prozent).
OÖ schneidet bei Forschungsprogrammen des Bundes hervorragend ab Bei den FFG-Basisprogrammen konnte OÖ im Jahr 2008 gewohnt positiv abschneiden und seine Position im Vergleich zu den Vorjahren sogar ausbauen (28,6 Prozent der Gesamtförderung, 24,6 Prozent des Förderbarwerts). Im Bereich der Strukturprogramme der FFG wurden im ersten Call des Kompetenzzentrenprogramms.
COMET insgesamt drei K1-Zentren und ein K2-Zentrum mit Sitz in OÖ genehmigt, an denen 89 Unternehmen und 65 wissenschaftliche Partner beteiligt sind. Insgesamt konnte Oberösterreich im Jahr 2008 hier mit EUR 38,7 Mio. (26,89 Prozent des gesamten Budgets für Österreich) nach der Steiermark (EUR 70,7 Mio.; 49,04 Prozent) die zweitmeisten Mittel aus dem Strukturprogramm der FFG lukreieren. Beim ERP-Fonds hat sich Oberösterreich wie schon in der Vergangenheit auch im Jahr 2008 mit einem Anteil von 37,0 Prozent der vergebenen Kredite mit Abstand an der Spitze behauptet.
OÖ Forschungsförderung von Unternehmen bestens angenommen Die oö. Forschungsförderung ist eine ergänzende Förderung zu den FFG-Basisprogrammen: Hier wurden seit November 2005 bis einschließlich Dezember 2008 insgesamt 473 Projekte genehmigt, die eine Gesamtförderung von EUR 269 Mio. bewilligten Kosten haben. Die oö. Forschungsförderung ist somit ein wichtiger Impulsgeber für die Innovationsleistung der oö. Wirtschaft.
OÖ ist Spitzenreiter bei nationalen und europäischen Patenten Oberösterreich liegt im Jahr 2008 mit 588 Patentanmeldungen oö. Unternehmen beim Österreichischen Patentamt ebenso an der Spitze wie bei den Patenterteilungen (322) – jeweils vor Wien und der Steiermark. Auch bezüglich der Patente beim Europäischen Patentamt ist OÖ Spitzenreiter: Mit 326 Patentanmeldungen und 133 Patenterteilungen im Jahr 2007 liegt OÖ auch hier an erster Stelle vor Wien und der Steiermark.
Oö. Universitäten erhalten nach wie vor sehr geringe Bundesmittel Die oö. Universitäten erhielten im Jahr 2008 nur 4,6 Prozent der Bundesausgaben für Universitäten. Dies spiegelt in keiner Weise die wirtschaftliche Stärke Oberösterreichs wider und kann den dringenden Bedarf der oö. Wirtschaft an qualifizierten Mitarbeiter/innen und entsprechenden Forschungszugängen nicht befriedigen. Aus diesem Grunde wurde bereits 2006 die JKU-Offensive „Wirtschaft für eine starke TNF“ gestartet und im Jahr 2007 mit den Arbeiten an dem neuen Science Park begonnen. Daneben werden seit 2007 fortlaufend neue Institute und Professuren eingerichtet, um die Attraktivität des Universitätsangebots weiter zu erhöhen.
Wirtschaftsprogramm „Innovatives OÖ 2010“ und Weiterentwicklung Mit seinem Wirtschaftsprogramm „Innovatives Oberösterreich 2010“ setzt Oberösterreich seine Standort- und Technologiepolitik konsequent fort. Inzwischen befinden sich alle Maßnahmen des Programms in Umsetzung oder sind bereits erfolgreich abgeschlossen. Daneben wurde bereits die von der TMG koordinierte Weiterentwicklung des Strategieprogramms begonnen.
WIFO bescheinigt gute Performance und unterstützt OÖ-Forderungen Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) stellt dem Standort OÖ ein gutes Zeugnis aus. Die bemerkenswerte mittelfristige Performance der oberösterreichischen Wirtschaft sei ein klares Indiz für die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Daher sieht es das WIFO als gerechtfertigt an, der weiteren Zukunft des Standorts Oberösterreich auch in schwierigen Zeiten mit Optimismus entgegenzusehen. Oberösterreich und seine Unternehmen sollten zum Gestalter von Innovationsprozessen werden und die Rolle als Technologiegeber und -exporteur einnehmen. Dazu müssen die Initiativen zum Ausbau vor allem technisch-naturwissenschaftlicher Forschungsstrukturen in Oberösterreich mit Nachdruck fortgesetzt und konsequente Anstrengungen in Qualifizierung und Weiterbildung unternommen werden.
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